Grußworte

S. E. Mohammed Ahmed Al Mahmood, Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in der Bundesrepublik Deutschland

Die bilateralen Beziehungen zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Bundesrepublik Deutschland erleben seit ihrer Aufnahme im Jahre 1976 eine positive Entwicklung in allen Bereichen. Es wird immer wieder bestätigt, dass es sich hier nicht um vorübergehende Beziehungen handelt, sondern es ist eine tief verwurzelte strategische Partnerschaft, an deren Wichtigkeit beide Partner glauben, besonders nach der Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zur Förderung der wirtschaftlichen und technischen Zusammenarbeit im April 2004.

Mit ihrer Politik, sich der Außenwelt gegenüber zu öffnen, konnten die Vereinigten Arabischen Emirate von dem internationalen wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt profitieren und die größte politische und wirtschaftliche Stabilität in der Region gewährleisten. Diese Stabilität spielt bei der Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteile und des fortschrittlichen Investitionsklimas eine wesentliche Rolle. Die Pläne der VAE verfolgen das Ziel, ihre Einnahmequellen zu diversifizieren und ein wichtiger Bestandteil der Weltwirtschaft zu werden. In diesem Rahmen wurden große Wirtschafts- und Investitionsabkommen zwischen ihnen und der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossen.

Die Entwicklung des gegenseitigen Handelsvolumens spiegelt den hervorragenden Rang wider, den die VAE im Bezug auf den deutschen Außenhandel mit den arabischen Ländern genießen. So wurden die VAE der Haupthandelspartner Deutschlands in der arabischen Welt. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern erlebte im Zeitraum zwischen 1999 und 2007 eine große Steigerung, von 1,95 Mrd. Euro auf ca. 6,22 Mrd. Euro. Die deutschen Exporte nach den VAE betrugen von Januar bis November 2008 einen Wert von 7,1 Mrd. Euro gegenüber 5,3 Mrd. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was einer Zuwachsquote von 33,6% entspricht. Die deutschen Importe aus den VAE sind von Januar bis November 2008 um 20,6% auf 459,3 Mio. Euro gestiegen gegenüber 380,9 Mio. Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Trotz Zuwachs bei der Anzahl der in den VAE tätigen deutschen Unternehmen, bleiben die deutschen Direktinvestitionen dort immer noch bescheiden. Von hier aus lade ich die deutschen Unternehmen, besonders die mittelständischen davon, ein, von den Investitionserleichterungen und Wettbewerbsvorteilen in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu profitieren und sich an Investitionen in den VAE zu beteiligen. Und ich bin ganz zuversichtlich, dass Veranstaltungen wie "Ostwestfalen meets United Arab Emirates" dazu beitragen werden, deutsche Geschäftsleute und Unternehmen zu diesem wichtigen Schritt zu ermutigen, der die Partnerschaftsbeziehungen zwischen beiden befreundeten Ländern intensivieren wird.

Ich wünsche allen Beteiligten an dieser Veranstaltung viel Erfolg.

 

S. E. Klaus-Peter Brandes, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein dynamischer und attraktiver Wirtschaftspartner für Deutschland. Mit ihrer achten internationalen Begegnungswoche lenkt die IHK Ostwestfalen die Aufmerksamkeit auf ein Partnerland Deutschlands am Arabischen Golf, dessen Bedeutung bei der Bewältigung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise noch weiter zunehmen dürfte. Vor dem Hintergrund einer realen Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts der VAE von rund 8 % per annum während der letzten 10 Jahre erscheint der prognostizierte Rückgang im Jahr 2009 auf 2 bis 3 % hingegen vielen anderen Ländern – Deutschland eingeschlossen – geradezu als unerreichbare Traumgröße. Die exorbitant hohen Einnahmen der VAE aus seinen Erdölexporten haben ein Polster geschaffen, von dem das Land in dieser schwierigen wirtschaftlichen Zeit profitiert.

Der bilaterale Handelsaustausch mit den VAE hat 2007 mit über 6 Mrd. Euro einen neuen Höchststand erreicht, bis Oktober 2008 wurde dieser Wert bereits um über 10 % übertroffen. Dabei machten die deutschen Exporte 6,24 Mrd Euro aus. Für deutsche Unternehmen haben sich damit die beiden Standorte Abu Dhabi und Dubai als Drehscheibe für die Märkte am Golf und Asiens fest etabliert. Zugleich eröffnet der anhaltende Infrastrukturausbau in den Emiraten auf Dauer Geschäftsmöglichkeiten für nicht zuletzt mittelständische Unternehmen Nordrhein-Westfalens.

Deutschland ist in umgekehrter Richtung ein mit großer Aufmerksamkeit verfolgter Standort für potentielle Investitionen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten geworden. Insbesondere der mit hohem Tempo und einer beachtlichen Anschubfinanzierung betriebene Ausbau erneuerbarer Energien – die erste Tranche beläuft sich auf 15 Mrd. USD – steht im Fokus emiratischen Interesses bei der Suche nach deutschen Partnern.

Ich bin davon überzeugt, daß die Begegnungswoche in Bielefeld zu einer wichtigen Plattform für eine weitere Verstärkung der wirtschaftlichen Verflechtung wird. Sie ergänzt damit in einer zentralen Dimension die 2004 eingegangene strategische Partnerschaft beider Länder, die sich u.a. in einer Vielzahl hochrangiger gegenseitiger Besuche niederschlägt. Der internationalen Begegnungswoche und allen Beteiligten der Veranstaltung wünsche ich viel Erfolg.

Klaus-Peter Brandes
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den Vereinigten Arabischen Emiraten

 

Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und den arabischen Staaten entwickeln sich seit Jahren positiv. Dies gilt vor allem im Warenaustausch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dieser hat sich seit 2003 von 3,5 Mrd. Euro auf 6,7 Mrd. Euro für den Zeitraum von Januar bis Oktober 2008 nahezu verdoppelt. Nordrhein-Westfalens Anteil beträgt etwa ein Fünftel des gesamten deutschen Ex- und Importvolumens.

Die globale Finanzkrise geht auch am „Übermorgenland“ – so bezeichnete das Magazin der Spiegel im letzten Jahr die Vereinigten Arabischen Emirate – nicht spurlos vorbei; auch hier sind die aktuellen Wachstumsprognosen geringer als in den Vorjahren, aber sie sind weiterhin positiv.

Im November 2008 konnte ich mir bei einem Besuch der Messe „Big 5 Show“ in Dubai selbst ein Bild von den vielfältigen Chancen und Möglichkeiten für nordrhein-westfälische Unternehmen in den Vereinigten Arabischen Emirate machen und auch davon, dass unsere Unternehmen dort gut aufgestellt sind: Mehr als ein Viertel der 350 deutschen Unternehmen auf dem Gemeinschaftsstand des Bundes waren nordrhein-westfälische Unternehmen, die dort von der NRW.International betreut wurden.

Die Bedeutung der Vereinigten Arabischen Emirate für Nordrhein-Westfalen als Exportmarkt und auch als Tor zu den anderen Ländern der Region bis hin nach Asien und Afrika wird weiter wachsen und ich freue mich, dass die VAE in diesem Jahr im Fokus der Traditionsveranstaltung „Ostwestfalen meets…“ stehen. Die Veranstaltungen in den vergangenen Jahren, z.B. zu Polen, zu Frankreich, zu Russland, waren für die Beteiligten ein Gewinn. Ich bin mir sicher, dass das auch bei der diesjährigen Veranstaltung so sein wird und wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern informative Gespräche und auch Spaß und Vergnügen bei dem kulturellen Rahmenprogramm.

Christa Thoben
Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie
des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Grußwort des Präsidenten der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sind eine Region der Superlative: das höchste Gebäude der Welt, der größte Hafen, der größte Flughafen, riesige künstliche Inseln und ehrgeizige Bauprojekte prägen Dubai, Abu Dhabi und die fünf anderen Emirate. Die globale Krise hat allerdings auch die VAE erreicht. Projekte wurden gestoppt oder verschoben. Die Stimmung mag abgekühlt sein, die Planungen, die VAE zu einer Logistik-, Finanz- und Tourismusmetropole zu entwickeln, laufen jedoch unverändert weiter. Das Land stützt sich auf enorme Rohstoffvorhaben, plant aber schon heute für die Nach-Öl-Ära.

Die VAE sind Deutschlands wichtigster Handelspartner in der Arabischen Region. Die Exporte haben sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. 700 deutsche Unternehmen operieren derzeit vor Ort, davon 200 in Abu Dhabi und 500 in Dubai und den nördlichen Emiraten. Als NRW-Länderschwerpunktkammer für die Arabischen Golfstaaten ist die IHK Ostwestfalen seit über 20 Jahren besonderes engagiert und unterstützt Unternehmen bei der Aufnahme und beim Ausbau der Geschäfte.

Ich wünsche mir, dass die ostwestfälischen Unternehmen die 8. IHK-Begegnungswoche nutzen, um sich über den Markt zu informieren und neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Nicht nur Abu Dhabi und Dubai, sondern alle sieben Emirate stehen eine Woche lange im Fokus. Gemeinsam mit unseren Veranstaltungspartnern haben wir ein interessantes und facettenreiches Programm zusammengestellt. Wir werden uns primär mit wirtschaftlichen Themen beschäftigen, aber auch politische Aspekte ansprechen. Architekten, Tourismus und interkulturelle Themen bilden weitere Inhalte des Programms. Ich freue mich, dass wir wieder namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Ostwestfalen begrüßen können. Unseren Gästen aus dem Ausland wollen wir die Leistungsstärke unserer regionalen Wirtschaft präsentieren. Ich lade Sie herzlich ein, an den Veranstaltungen teilzunehmen.

Ortwin Goldbeck
Präsident der IHK Ostwestfalen

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