Grußworte

Grußwort des deutschen Botschafters in Russland, S. E. Dr. Walter Jürgen Schmid

Die deutsch-russischen Beziehungen sind eng und intensiv, dies gilt insbesondere für den Bereich der Wirtschaft. Das Wachstum in Russland ist seit sieben Jahren überdurchschnittlich hoch; 2005 betrug es 6,4 Prozent. Konsumfreudigkeit und Steigerung der Investitionen um 10,5 Prozent auf über 100 Milliarden Euro widerspiegeln den positiven Trend. Deutschland hat seine Position als bilateraler Handelspartner Nummer 1 für Russland gefestigt. Das gemeinsame Handelsvolumen stieg in 2005 um 24 Prozentpunkte, wobei die Lieferungen von Investitionsgütern weiter zunehmen. Deutsche Produkte und Leistungen sind stark nachgefragt und viele deutsche mittelständische Unternehmen sind bereits vor Ort engagiert. Die deutschen Direktinvestitionen sind in Russland auf über 8 Milliarden Euro angewachsen. Die Exporte von Maschinen und chemischen Erzeugnissen nehmen in der Statistik die ersten Plätze ein. In diesen Branchen sind in Nordrhein-Westfalen und im ostwestfälischen Mittelstand Firmen von Weltruf zu Hause. Gerade für Mittelständler bietet der russische Markt ein wachsendes Potenzial. Das Land Nordrhein-Westfalen ist mit den wirtschaftlich interessanten Regionen Kostroma, Nishnij Nowgorod, Samara und Rostow am Don partnerschaftlich verbunden. 19 nordrhein-westfälische Städte haben Partnerschaften mit russischen Industriestädten, so auch Bielefeld mit Welikij Nowgorod abgeschlossen. Ein Engagement in Russland setzt allerdings die Kenntnis der Gegebenheiten vor Ort voraus. Informationen erhalten interessierte Firmen bei der Deutschen Botschaft und der Delegation der Deutschen Wirtschaft in Moskau. Die 5. Internationale IHK-Begegnungswoche bietet hervorragende Möglichkeiten, den russischen Markt mit seinen großen Chancen genauer kennen zu lernen. Ich bin zuversichtlich, dass sie zu einem weiteren Ausbau des Russland-Engagements nordrhein-westfälischer Unternehmen führen wird. Ich danke der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld für ihre Initiative und wünsche der Veranstaltung viel Erfolg.

Grußwort des Präsidenten der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, Herbert Sommer

Der deutsche Exportmotor läuft auf Hochtouren. In Ostwestfalen partizipieren die Unternehmen an der Internationalisierung der Wirtschaft auf zunehmend breiter Basis. So wurde in 2005 die für Ostwestfalen historische Rekordmarke der Exportquote in Höhe von 30 Prozent erstmalig durchbrochen. Deutschland ist Russlands wichtigster Handelspartner. Im Jahr 2005 beliefen sich die deutschen Exporte in die Russische Föderation auf rund 17 Milliarden Euro mit einer Steigerung zum Vorjahr in Höhe von 15 Prozent. Die deutschen Importe wuchsen 2005 im Vorjahresvergleich sogar um 33 Prozent auf rund 22 Milliarden Euro. So steht der russische Markt aktuell aber für die nordrheinwestfälischen Unternehmen auch traditionell im Fokus ihres internationalen Engagements. Deutschland stellt schon heute die größte ausländische Business Community in Russland. Allein in Moskau gibt es 3000 deutsche Firmenrepräsentanzen aller Gesellschaftsformen, landesweit liegt ihre Zahl bei ca. 4500. Bereits 400 Unternehmen aus Ostwestfalen sind auf dem russischen Markt engagiert. Das Treffen von Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel im April in Tomsk bekräftigte erst kürzlich wieder das positive Klima der Zusammenarbeit beider Länder. Nach wie vor ist weiteres Entwicklungspotenzial unternehmerischer Aktivitäten erkennbar. Ich freue mich, dass wir namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Politik aus Russland und Deutschland in Ostwestfalen begrüßen können. Mit ausgewiesenen Experten bietet Ihnen die 5. Internationale IHK-Begegnungswoche  Ostwestfalen meets Russia eine umfassende Informationsplattform für Ihre Fragen und Ansatzpunkte, die für ein erfolgreiches Engagement auf dem russischen Markt notwendig sind. Ich lade Sie herzlich ein, an den Veranstaltungen teilzunehmen und Erfahrungen für Ihr Russland-Geschäft zu sammeln.

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