Mit dabei: Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen │ I. E. Anne-Marie Descôtes, Botschafterin der Französischen Republik │ Theo Koll, Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios │ Prof. Günter Verheugen, ehem. Vizepräsident der EU-Kommission │ Alfons - Der Reporter mit dem Puschelmikrofon"

Grußwort von Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

Ostwestfalen meets France – unter diesem Motto widmet sich die Internationale IHK-Begegnungswoche in diesem Jahr unserem engsten und wichtigsten Partner in Europa. Zugleich ist Frankreich der drittgrößte Wirtschaftspartner unseres Landes mit einem Handelsvolumen von 30,8 Milliarden Euro im Jahr 2018. Zahlreiche nordrhein-westfälische Unternehmen sind in Frankreich ebenso aktiv wie viele französische Unternehmen im Rheinland oder in Westfalen. 

Die 17. Internationale IHK-Begegnungswoche wird dazu beitragen, die Wirtschaftsbeziehungen zu unseren französischen Partnern zu intensivieren. Ostwestfalen als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen in Deutschland, stark mittelständisch geprägt mit ihren innovativen Betrieben, ihren familiengeführten Weltkonzernen und ihren „hidden champions“ agiert dabei als starker Motor für wirtschaftliche Dynamik in Nordrhein-Westfalen. Diese exportorientierte Region kennt die Bedeutung von Weltoffenheit, internationaler Kooperation und Multilateralismus als Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg. Und damit das so bleibt in Europa, müssen und wollen wir unsere vertrauensvollen und stabilen Wirtschaftsbeziehungen zu unseren Partnern bewahren und ausbauen. 

Die enge Koordination der Wirtschaftspolitik mit unseren Partnern ist eine große Chance, sowohl nationale als auch europäische Interessen gemeinsam auf dem internationalen Parkett durchzusetzen. Nicht nur, aber auch deshalb ist die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich so bedeutsam für die Europäische Union. Als zu Beginn dieses Jahres zum 55. Jahrestag des Elysée-Vertrages der deutsch-französische Freundschaftsvertrag mit dem Vertrag von Aachen erneuert wurde, haben wir diese Freundschaft ein weiteres Mal auf eindrucksvolle Weise bekräftigt. 

Unter diesem Zeichen steht auch „Ostwestfalen meets France“. Als Schirmherr wünsche ich Ihnen spannende Veranstaltungen, interessante Gespräche und gute Geschäfte.

Armin Laschet
Ministerpräsident des Landes
Nordrhein-Westfalen

Grußwort von I.E. Anne-Marie Descôtes Botschafterin der Französischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland

Für die deutsch-französischen Beziehungen ist das Jahr 2019 vor allem das Jahr der Unterzeichnung des Aachener Vertrages. Vor nun bereits 56 Jahren läutete der Élysée-Vertrag die Versöhnung sowie den Anfang einer historischen Freundschaft ein. Der neue Vertrag, der am 22. Januar von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron unterzeichnet wurde, betont die Entschlossenheit unserer beiden Länder, den Erfolg Europas und die Konvergenz unserer Volkswirtschaften sowie Gesellschaften gemeinsam voranzutreiben.

Auch wenn unsere Zusammenarbeit bereits äußerst tiefgreifend ist, haben sich Deutschland und Frankreich nun neue Instrumente an die Hand gegeben, um gemeinsam noch weiter voranzuschreiten. Dies ist auch für Nordrhein-Westfalen von großer Bedeutung, da dieses Bundesland zahlreiche Beziehungen zu Frankreich pflegt. Die Annäherung unserer Volkswirtschaften sowie Rechtsvorschriften muss es sowohl den deutschen als auch französischen Bürgern ermöglichen, die Nähe zum jeweils anderen Land als eine Chance und nicht als ein Hindernis anzusehen.

Die Annäherung unserer Gesellschaften umfasst ebenfalls die Mobilität der Jugendlichen – seien es Auszubildende oder Studenten –, gemeinsame Begegnungen, den gegenseitigen Austausch und das Erlernen der Sprache des anderen.

Die Globalisierung bereitet vielen Menschen Sorgen und bewirkt, dass diese sich einer nationalistischen Rückzugsrhetorik zuwenden. Den populistischen Stimmen wollen wir ein starkes Zeichen entgegensetzen, indem wir eine Form der Zusammenarbeit schaffen, die allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie allen internationalen Akteuren auf allen Ebenen offensteht.

Die jährlichen Treffen in Ostwestfalen verfolgen genau dieses Ziel der engeren Zusammenarbeit. Deshalb freue ich mich sehr, dass Frankreich nach 14 Jahren zum zweiten Mal die Ehre hat, Ostwestfalen im Rahmen dieser hochrangigen Veranstaltung zu „treffen“. Durch unseren heutigen Austausch gestalten wir das Europa von morgen!

I.E. Anne-Marie Descôtes
Botschafterin der Französischen Republik
in der Bundesrepublik Deutschland

Grußwort von S.E. Dr. Nikolaus Meyer-Landrut Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Französischen Republik

Der Schwerpunkt Frankreich ist in diesem Jahr besonders gut gewählt. Durch den im Januar unterzeichneten Aachener Vertrag möchten wir die Zusammenarbeit auf allen Ebenen intensivieren. Dies gilt gerade auch für die wirtschaftlichen Beziehungen, die für beide Länder von überragender Bedeutung sind.

Eine besondere Rolle kommt dabei den Regionen, Städten und Gemeinden zu – und nicht nur denjenigen im direkten Grenzgebiet. Sie sind es, die die deutsch-französische Freundschaft im Alltag erfahrbar machen und zu den Menschen bringen. Ostwestfalen ist dafür ein gutes Beispiel, mit seinen vielen langjährigen deutsch-französischen Städtepartnerschaften und Verbindungen. So wird es möglich, die ganze Diversität Frankreichs zu erfahren und auch abseits der Hauptstädte enge Kontakte zu knüpfen.

Von diesen Verflechtungen können besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren. Eine passende Begleitung kann helfen, neue Märkte zu erschließen und so von den Möglichkeiten der Europäischen Union zu profitieren. Immer mehr Firmen wagen den Schritt über den Rhein und werden auf dem deutschen oder französischen Markt tätig. Häufig sind es dabei gerade persönliche Kontakte, die den entscheidenden Anstoß geben.

Daher freue ich mich besonders über das Engagement der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen für den Austausch zwischen Deutschland und Frankreich. Diese Region verdeutlicht vieles, was charakteristisch ist für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands. Ihr Unternehmer- und Erfindergeist hat viele traditionsreiche Familienunternehmen hervorgebracht, die sich auch weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht haben. Zudem steht sie für einen starken Mittelstand, der die Chancen von Digitalisierung und neuen Technologien vor Ort nutzt und sich für eine starke, innovative berufliche Bildung engagiert.

Und gerade in diesen Bereichen können Deutschland und Frankreich noch viel voneinander lernen: Mit gemeinsamen, intelligenten Ansätzen bleiben wir global wettbewerbsfähig.

Ich wünsche Ihnen deshalb eine Woche mit vielen inspirierenden Begegnungen und viele neue Eindrücke und Impulse zur Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft.

S.E. Dr. Nikolaus Meyer-Landrut
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland
in der Französischen Republik

Grußwort von Wolf D. Meier-Scheuven, Präsident der IHK Ostwestfalen

Mit einem Handelsvolumen von 30,8 Milliarden Euro ist Frankreich der drittgrößte Handelspartner Nordrhein-Westfalens. 6.000 Unternehmen unseres Bundeslandes betreiben regelmäßige Geschäfte in und mit Frankreich, etwa 550 davon unterhalten eigene Niederlassungen vor Ort. Ostwestfalenweit kommen wir dabei auf rund 500 Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen, davon 70 mit eigenen Niederlassungen oder Produktionsstandorten. Die Beziehungen unserer Länder sind gut.

Für international tätige Unternehmen ist die Zeit turbulent. Weltweit ist ein Trend zur Abkehr von globalen Lösungsansätzen und von multilateralen Vereinbarungen zu erkennen. Doch eine Politik des „Me-First“ wird die anstehenden Probleme nicht lösen. Dies geht nur gemeinsam in einem wirtschaftlich starken Europa. Man muss nicht alles an Europa lieben, man muss aber schon zur Kenntnis nehmen, dass wir Europa mehr als 70 Jahre Frieden und vor allem auch einen großen Teil unseres Wohlstands zu verdanken haben.

In diesem Sinne haben Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Macron am 22. Januar die deutsch-französische Freundschaft erneut besiegelt. Die Fortschreibung des Élysée-Vertrages von 1963 soll für frische Impulse für den deutsch-französischen Motor sorgen. Davon können alle nur profitieren. Ziel der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaft ist die Vollendung des Binnenmarktes. Vor allem dieser ist für unsere Unternehmen von höchster Bedeutung, gerade angesichts der weltweit zunehmenden protektionistischen Tendenzen. Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist dabei ein wichtiger Schlüssel - wenn nicht sogar der Kern.

Unsere beiden Länder, Frankreich und Deutschland, haben vorgelegt. Die Herausforderungen der Zeit wird Europa nur als Ganzes meistern. Frankreich ist hier ein sehr wichtiger Freund. Im Rahmen unserer 17. IHK- Begegnungswoche „Ostwestfalen meets France“ werden wir Frankreich noch besser kennen lernen. Wir möchten mit Ihnen diskutieren und uns austauschen.

Ich lade Sie ganz herzlich ein, an unseren Veranstaltungen teilzunehmen. Lassen Sie sich informieren, lassen Sie sich inspirieren - sammeln Sie Anregungen für Ihre Geschäfte mit unseren französischen Freunden.

Wolf D. Meier-Scheuven

Präsident der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld