Das war "Ostwestfalen mees Latin America" 2026
Die IHK Ostwestfalen zieht eine positive Bilanz der dreitägigen Veranstaltungsreihe. Die große Resonanz mit rund 550 Anmeldungen und viele intensive Gespräche zeigen deutlich: Lateinamerika gewinnt für deutsche Unternehmen weiter an Bedeutung.
Zur Eröffnungsveranstaltung mit mehr als 100 Gästen im Heins in Bielefeld hob Rodrigo de Lima Baena Soares, Botschafter Brasiliens in Deutschland, die jahrzehntelangen Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern hervor, verwies auf gemeinsame Werte und betonte die wechselseitigen Chancen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Unternehmerische Erfahrungen aus der Praxis brachte Carl Oetker, Dr. August Oetker KG, ein. Die Bielefelder Unternehmensgruppe ist seit fast 100 Jahren in Brasilien. Melanie Vogelbach, Bereichsleiterin für Internationale Wirtschaftspolitik, DIHK, bezeichnete das seit Mai angewandte EU‑Mercosur-Abkommen als „Meilenstein“.
In vier Fachveranstaltungen erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Marktchancen, rechtliche Rahmenbedingungen, Nachhaltigkeit, Zoll und Möglichkeiten des Markteinstiegs. Vertreterinnen und Vertreter von acht deutschen Auslandshandelskammern waren ebenfalls vor Ort und führten individuelle Gespräche mit den Unternehmen.
Zum Abschluss wurde beim wirtschaftspolitischen Abend die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in den Blick genommen. Bei einer Podiumsdiskussion sprachen ostwestfälische Unternehmer über die Rolle Lateinamerikas als Partner für Wachstum, Rohstoffversorgung und Transformation. Im Vorfeld der Diskussionsrunde gab Christoph Röckerath, Leiter des ZDF-Auslandsstudios für Südamerika in Rio de Janeiro, in einer digitalen Keynote einen Einblick in die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage vor Ort. Der Abend wurde abschließend von einem Ausblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft begleitet – passend zum Eröffnungsspiel in Mexiko. Der frühere brasilianische Bundesliga-Torjäger Ailton gab dabei auch einen Tipp zum Abschneiden der deutschen und brasilianischen Mannschaften: „Brasilien wird Weltmeister – falls das aber nicht klappt, dann wird es Deutschland.“
Unser Dank gilt allen Partnern, Sponsoren und Mitwirkenden.
2027 stehen bei der dann 22. Auflage der Begegnungstage unter dem Titel „Ostwestfalen meets Südosteuropa“ Rumänien, Bulgarien sowie die Westbalkan-Staaten im Fokus.