Grußworte
Grußwort der Ministerpräsidentin des Landes NRW, Hannelore Kraft
„Nordrhein-Westfalen steht bei den Exporten seit Jahrzehnten an der Spitze der deutschen Bundesländer. Maschinen, Chemieprodukte, Metalle und Kraftfahrzeuge, aber auch Datenverarbeitungsgeräte, Möbel und Lebensmittel gehören zu den wichtigsten Exportgütern unseres Landes. „Made in NRW“ steht in der Welt für Produkte, die höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Neben international operierenden Großkonzernen sind es vor allem die hoch spezialisierten, flexiblen und innovativen Mittelständler, deren Produkte weltweit nachgefragt werden. Dass auch die Region Ostwestfalen ideale Voraussetzungen für solche Unternehmen bietet, wurde zuletzt durch den Erfolg der Hightech-Strategie „it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe“ beim Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eindrucksvoll dokumentiert.
Absatzmärkte für ihre Produkte finden Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen vor allem auf unserem Kontinent. Rund drei Viertel der Ausfuhren sind in den letzten Jahren ins europäische Ausland und hier insbesondere in die EU-Länder gegangen. Allein diese Zahl verdeutlicht den Stellenwert, den die europäische Einigung für nordrhein-westfälische Unternehmen längst hat, und zugleich widerlegt sie sehr konkret manche Vorurteile und Skepsis gegenüber der EU.
Die Alpenländer Italien, Österreich und die Schweiz sind traditionelle und wichtige Handelspartner Nordrhein-Westfalens. Auf sie entfallen aktuell nicht weniger als rund fünfzehn Prozent der Ausfuhren unserer Unternehmen. Grund genug, sich in der Internationalen Begegnungswoche der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld eingehender mit diesen Märkten zu befassen. Neben der Kenntnis grundlegender Daten und zukünftiger Perspektiven dieser Zielmärkte sind es persönliche Kontakte und Eindrücke, die erst eine fundierte Bewertung der Marktchancen ermöglichen. Genau an dieser Stelle setzt die IHK mit ihrem bereits erfolgreich etablierten Veranstaltungsformat an.
Ich wünsche der IHK Ostwestfalen eine erfolgreiche Begegnungswoche und insbesondere den teilnehmenden Unternehmen informative, kurzweilige Veranstaltungen sowie intensive Gespräche, die am Ende eine fundierte Einschätzung der sich im Alpenraum bietenden Perspektiven ermöglichen.“
Hannelore Kraft
Ministerpräsidentin des Landes NRW
Grußwort des österreichischen Botschafters in Deutschland, S. E. Dr. Ralph Scheide
Die wirtschaftliche Interdependenz und Verflechtung Deutschlands mit Österreich sind besonders groß. Ein intensiver gegenseitiger Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie steigende Direktinvestitionen beweisen eindrucksvoll die solide wirtschaftliche Zusammenarbeit unserer Staaten. Besonders eng sind auch die Tourismusbeziehungen zwischen Österreich und Deutschland. Etwa jeder zweite ausländische Gast in Österreich stammt aus Deutschland. Dennoch meine ich, dass trotz dieser engen Kooperation, die durch die gemeinsame Sprache zweifellos gefördert wird, noch einige Reserven nicht ausgeschöpft, weitere Kooperationspotentiale in der Wirtschaft noch ungenutzt sind. Hier kann die Internationale Begegnungswoche der IHK Ostwestfalen zweifellos einen wertvollen Beitrag für die Unternehmen unserer Staaten leisten, indem sie ihnen eine Plattform für Kontaktherstellung und Geschäftsanbahnung bietet.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch erwähnen, dass Österreich von vielen Wirtschaftstreibenden als markterschließende „Brücke“ zu den Ländern Ost- und Südosteuropas wahrgenommen und durch die Errichtung von Konzernzentralen in Wien genutzt wird. Österreichs Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung dieser wichtigen Region fand unter anderem auch in einer Südosteuropa gewidmeten Veranstaltung in der Österreichischen Botschaft in Berlin mit den Außenministern Österreichs, Deutschlands und der Region sowie einem hochrangig besetzten Wirtschaftspanel im Jahr 2010 seinen Ausdruck.
Die Alpen verbinden Österreich, Italien, Schweiz und Deutschland im wahrsten Sinn des Wortes. Daraus folgt, dass sich diese Länder besonders im Bereich Tourismus, Güter- und Personenverkehr und Umweltschutz ähnlichen Situationen gegenüber sehen, so dass in der Politik gemeinsame Lösungsansätze gefunden und in der Wirtschaft Synergien zwischen den handelnden Akteuren genutzt werden können. Es freut mich deshalb, dass die diesjährige Internationale Begegnungswoche der IHK Ostwestfalen unter dem Motto „Ostwestfalen meets Austria, Italy and Switzerland“ steht und damit neue Akzente setzen wird. Ich wünsche den Veranstaltern viel Erfolg und allen Beteiligten interessante Gespräche, neue Ideen und einen fruchtbaren Meinungsaustausch.
S. E. Dr. Ralph Scheide
Botschafter der Republik Österreich
Grußwort des italienischen Botschafters in Deutschland, S. E. Michele Valensise
Die italienische und die deutsche Wirtschaft sind von intensiven Beziehungen geprägt und stark voneinander abhängig: Unser Handelsaustausch ist größer als der italienisch-französische und der italienisch-britische zusammen und ist in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011 stark angestiegen. Für Italien ist Deutschland der wichtigste Handelspartner, für Deutschland ist Italien der fünftwichtigste.
Dank der außerordentlichen Errungenschaft des EU-Binnenmarkts, des Unternehmergeistes unserer Gesellschaften und der gemeinsamen Tendenz zur verarbeitenden Industrie ist der Grad unserer wirtschaftlichen Verflechtung und Zusammenarbeit sehr hoch. Außerdem sind beide Länder auf den Märkten des jeweils anderen in jedem Wirtschaftssektor vertreten. Italienische Firmen besitzen Anteile an über 1.800 deutschen Unternehmen, während deutsche Firmen an fast 1.400 italienischen Unternehmen beteiligt sind.
Auch die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Italien und Nordrhein-Westfalen sind sehr eng und ergiebig. Mit einem Handelsaustausch von rund 17 Milliarden Euro ist das Land von allen deutschen Bundesländern der zweitwichtigste Handelspartner Italiens. Die Beziehungen sind auch im Bereich der Investitionen sehr intensiv: Es gibt rund 300 italienische Niederlassungen in diesem Land, und in Zukunft werden weitere folgen. Unter ihnen sind sowohl große als auch mittelständische und kleine Unternehmen aus vielen Wirtschaftszweigen.
Dies verdeutlicht die Vitalität der italienischen Wirtschaft und ihren festen Willen, sich in Europa und auf den internationalen Märkten fest zu etablieren.
In vielen Bereichen besitzen die deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen noch großes Entwicklungspotenzial und die Zusammenarbeit wird sicherlich noch umfangreicher. Deswegen bin ich der IHK dankbar für diese hervorragende Initiative, die Gelegenheit bietet, den italienischen Markt noch besser kennen zu lernen. Denn Italien ist ein Land mit umfangreichen menschlichen und unternehmerischen Ressourcen, es besitzt einen soliden und innovativen Verarbeitungsbereich und belegt in vielen Industriezweigen weltweit Spitzenpositionen.
Allen Beteiligten wünsche ich viel Erfolg und interessante Gespräche.
S. E. Michele Valensise
Botschafter der italienischen Republik
Grußwort des schweizerischen Botschafters in Deutschland, S. E. Tim Guldimann
Deutschland ist bei Weitem der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sowohl als Abnehmer- wie auch als Lieferland. Dabei fällt die Handelsbilanz traditionell zugunsten Deutschlands aus, in der jüngsten Vergangenheit infolge der Aufwertung des Schweizer Frankens noch deutlicher. Nordrhein-Westfalen nimmt aus schweizer Sicht eine vordere Position ein. 2011 wurden für über 4,5 Milliarden Euro Waren aus der Schweiz eingeführt, während das Exportvolumen in die Schweiz über 5,8 Milliarden Euro betrug. Ein Achtel der schweizerisch-deutschen Handelsbeziehungen entfallen dabei auf NRW.
Innerhalb einer Generation hat sich dieses Bundesland zu einer hoch entwickelten Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft entwickelt. Dementsprechend werden aus der Schweiz insbesondere Metalle, chemische Erzeugnisse und Maschinen nach NRW ausgeführt. Umgekehrt stellen pharmazeutische und chemische Produkte, Maschinen sowie medizinische und optische Messgeräte den Großteil der Einfuhrwaren aus NRW dar. Die schweizer Direktinvestitionen summieren sich auf fast acht Milliarden Euro und stehen damit an sechster Stelle in NRW. In rund 1.000 Unternehmen mit schweizer Kapitalbeteiligung sind über 50.000 Menschen beschäftigt.
Die Schweiz und Deutschland befinden sich beide in einer guten wirtschaftlichen Lage. Dies allerdings nur, weil sie sich vorteilhaft positionieren und an vorderster Front der Innovation stehen. Die Schweiz belegt in Bezug auf Wettbewerbsfähigkeit und Innovation weltweit den Spitzenrang. Weitere Stärken, die sich Deutschland und die Schweiz teilen, sind gut qualifizierte Arbeitskräfte und die Stärke der mittelständischen Unternehmensstruktur. Diese bildet auch in Ostwestfalen in besonderem Maße das wirtschaftliche Rückgrat.
Es ist mir ein Anliegen, dass die schweizerische Präsenz in NRW, dem wirtschaftlich mit Abstand bedeutendsten Bundesland, intensiv gefördert wird. Gerade in Ostwestfalen ist sie noch zu wenig ausgeprägt. Deshalb gilt es, schweizer Unternehmen auf diese Region aufmerksam zu machen. Darum beglückwünsche ich die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld zu ihrer Initiative, Wege in die drei Alpenländer aufzuzeigen und Kontakte über Landesgrenzen hinweg zu schaffen.
S.E. Tim Guldimann
Schweizerischer Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland
Grußwort des Präsidenten der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, Ortwin Goldbeck
Österreich, Italien, Schweiz – wer hierbei an Urlaub, kulinarische Erlebnisse und landschaftliche Schönheit denkt, liegt sicher richtig. Das ist jedoch zu kurz gegriffen. Tatsache ist, dass diese drei Länder seit langem sehr wichtige Handelspartner sind. Immerhin entfielen auf sie 2011 knapp 15 Prozent aller nordrhein-westfälischen Ausfuhren, die NRW mit insgesamt 176,2 Milliarden Euro wieder einmal zum exportstärksten Bundesland gemacht haben.
Italien und Österreich gehören seit jeher zu den "Top 10" der deutschen Exportländer, die Schweiz ist 2011 erstmals hinzugestoßen. Die drei Märkte sind bedeutend, sie liegen in der "Nachbarschaft" und sind vielfach vertraut. Sie haben aber auch ihre Besonderheiten, ihre eigenen Regeln und sie funktionieren ganz unterschiedlich. Gründe genug also, in der 11. IHK-Begegnungswoche den Blick auf diese Alpenländer zu richten.
In insgesamt 11 Veranstaltungen wollen wir Österreich, Italien und die Schweiz aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf den wirtschaftlichen Aspekten. Daneben spielen aber auch politische und kulturelle Gesichtspunkte eine Rolle.
Ich freue mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Partnern ein vielfältiges und interessantes Programm zusammengestellt haben.
Ich lade Sie ganz herzlich ein, an den Veranstaltungen in Ostwestfalen teilzunehmen. Sammeln Sie Impulse und Erfahrungen für Ihre Geschäfte – lernen Sie unsere drei Nachbarn in Europa noch besser kennen.
Ortwin Goldbeck
Präsident der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld
Veranstalter
Eine Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit den Deutschen Auslandshandels-kammern in Österreich, Italien und der Schweiz.



































